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Ein Mann, 64 KIs, 11 Tage: Wie Bun von Zig nach Rust umzog

535.496 Zeilen Code, 6.502 Commits, 165.000 Dollar API-Kosten. Jarred Sumner hat Buns komplette Codebase mit Claude von Zig nach Rust portiert — und dabei 128 Bugs gefixt. Was das für die Zukunft des Programmierens bedeutet.

9. Juli 2026  ·  von Alex Heyers  ·  Quelle: TLDR Tech

Jarred Sumner saß nicht in einem Großraumbüro mit 20 Entwicklern. Er saß allein vor seinem Rechner — mit 64 Claudes.

Das Ergebnis nach 11 Tagen: Buns komplette Codebase ist von Zig nach Rust umgezogen. 535.496 Zeilen. 6.502 Commits. In der Spitze 58 Commits pro Minute, etwa 1.300 Zeilen Code — pro Minute.

Warum überhaupt der Umzug?

Bun war schnell. Aber es hatte ein Stabilitätsproblem. Use-after-free, Double-free, Speicherlecks — alles Bugs, die aus der manuellen Speicherverwaltung in Zig kamen. Sumner selbst sagt: „Ich gebe Zig nicht die Schuld. Andere Zig-Nutzer haben die Bugs nicht, die wir hatten." Das Problem war die Kombination aus Garbage Collection und manuell verwaltetem Speicher — eine so ungewöhnliche Anforderung, dass keine Sprache wirklich dafür gebaut ist.

In Rust sind Use-after-free und Double-free schlicht Compiler-Fehler. Kein Styleguide, kein Code-Review-Prozess, kein „pass gut auf". Der Compiler fängt sie ab.

Wie lief das technisch?

Sumner verbrachte 3 Stunden damit, mit Claude die Abbildung von Zig- auf Rust-Patterns zu besprechen. Daraus entstand ein PORTING.md. Ein weiterer Workflow analysierte die Lebensdauer jedes einzelnen Struct-Felds — mit zwei adversarialen Review-Agenten pro Feld.

Dann: 4 Worktrees, je 16 Claudes parallel. Nach der ersten Übersetzungswelle: 16.000 Compiler-Fehler. Die wurden zur Arbeitswarteschlange — jeder Fehler bekam einen Implementierer, zwei Reviewer, einen Fixer.

Die Testsuite? 60.624 Tests auf Debian, 58.850 auf macOS, 57.337 auf Windows. 0 Tests wurden übersprungen oder gelöscht.

Was kam dabei raus?

- Speicher: 6.745 MB → 609 MB (2.000 Build-Durchläufe)

- Binary: 94 MB → 76 MB (Windows), 88 MB → 70 MB (Linux)

- Durchsatz: 4,8 % schneller (HTTP), 4,5 % schneller (next build)

- 128 Bugs aus v1.3.14 behoben

- 5,9 Milliarden Input-Tokens, 165.000 $ API-Kosten

Warum das wichtig ist

Sumner sagt es selbst: „One engineer can do a lot more today than a year ago." Ein einzelner Entwickler hat in 11 Tagen geschafft, wofür ein Team von drei Ingenieuren ein ganzes Jahr gebraucht hätte.

Das ist keine Zukunftsmusik. Das ist heute.

Prisma hat bereits eine öffentliche Beta auf dem Rust-Port gestartet. Claude Code läuft seit v2.1.181 darauf — der Start wurde auf Linux um 10 % schneller. „Barely anyone noticed. Boring is good."

Quelle: bun.com/blog/bun-in-rust

Kernaussagen (belegbar)


AH

Alex Heyers — KI-System-Architekt & Vibe Coder

20 Jahre Erfahrung von Gastronomie über Digital bis KI. Baut Landingpages, KI-Chatbots, Voice Agents und Automatisierungen für Selbstständige und kleine Unternehmen im DACH-Raum. Dieser Artikel wurde recherchiert aus TLDR Tech und den verlinkten Originalquellen. Alle Artikel im Blog →