Thomas Dohmke, ehemaliger GitHub-CEO, launcht Entire: eine dezentrale Plattform für 2,1 Millionen Pushes pro Stunde, gebaut für die Ära des Vibe Coding. Open Source. Kein Lock-in.
GitHub ist 18 Jahre alt. Es wurde gebaut, als Menschen noch jeden Commit selbst getippt haben. Heute schreiben KI-Agenten den Großteil des Codes — und die Plattform, auf der sie das tun, ist immer noch die von 2008.
Thomas Dohmke, bis vor kurzem CEO von GitHub, findet: Das reicht nicht mehr.
Entire ist eine neue Code-Plattform, die von Grund auf für die KI-Ära gebaut wurde. Die Kernidee: dezentral, nicht zentralisiert. Statt dass alle auf einem Server von Microsoft sitzen, verteilt Entire die Repos über ein Peer-to-Peer-Netzwerk.
Die Zahlen, die Dohmke nennt:
- 2,1 Millionen Pushes pro Stunde — das ist die Kapazität des Systems
- Open Source — kein proprietärer Lock-in
- Gebaut für KI-Agenten — nicht für Menschen, die händisch committen
Der Sonar 2026 State of Code Report sagt: 42 % des committeten Codes sind bereits KI-generiert oder stark KI-unterstützt. Tendenz steigend. Wenn bald die Hälfte aller Commits von Maschinen kommt, braucht die Infrastruktur andere Eigenschaften als 2008.
Entire setzt auf Dezentralität als Kernprinzip. Kein Single Point of Failure. Kein „Microsoft hat eine Störung, also kann niemand pushen." Kein „dieser Service ist in deinem Land nicht verfügbar."
Wenn du heute mit KI programmierst — ob mit Claude Code, Cursor, Copilot oder Lovable — dann laufen deine Repos auf einer Plattform, die nicht für dich gebaut wurde. Entire ist der erste ernsthafte Versuch, das zu ändern.
Noch ist es früh. Aber der Gründer, der GitHub zu dem gemacht hat, was es ist, baut jetzt das, was danach kommt. Das ist mindestens einen Blick wert.
Quelle: theregister.com